1950 - 2010: 60 Jahre Niedersächsische Krebsgesellschaft e.V.

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Aufgaben und Ziele

Die Niedersächsische Krebsgesellschaft hat sich gemäß § 2 ihrer Satzung insbesondere folgende Aufgaben gestellt:

  • die Erkenntnis vom Wesen der Krebskrankheit zu vertiefen und die wissenschaftliche Krebsforschung zu betreiben, zu fördern und zu unterstützen;
  • die Bevölkerung über die Krebskrankheit aufzuklären, hierbei die Früherkennung und rechtzeitige Behandlung zu fördern und zugleich der Krebsfurcht entgegenzutreten;
  • die Einrichtung von Krebsberatungsstellen und Geschwulstkliniken zu fördern;
  • die zweckmäßige Anwendung wirkungsvoller Behandlungsmittel und Behandlungsmethoden zu empfehlen sowie neue Behandlungsmittel und Behandlungsmethoden wissenschaftlich zu überprüfen;
  • für den Ausbau der öffentlichen und privaten Fürsorge für Krebskranke einzutreten;
  • beratend und begutachtend bei der Gesundheits- und sozialen Gesetzgebung in Fragen der Krebsverhütung und Krebsbekämpfung mitzuwirken;
  • die Beziehungen zu wissenschaftlichen Instituten und Einrichtungen zu pflegen;
  • Fürsorgemaßnahmen für Krebskranke bzw. Genesende, insbesondere Festigungsmaßnahmen zu fördern.

Die Niedersächsische Krebsgesellschaft richtet ihre Aktivitäten gegenwärtig an folgenden Schwerpunkten aus:

Prävention


Im Bereich der Prävention unterstützt die Niedersächsische Krebsgesellschaft die nationale Gesundheitskampagne »5 am Tag«, die im Juni 2000 durch Gesundheitsorganisationen, Ministerien und Wirtschaftspartner gestartet wurde. Diese Kampagne fordert auf, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt zu essen. Das Erkrankungsrisiko für Krebs und andere Zivilisationskrankheiten kann dadurch deutlich reduziert werden.

Mit dem Projekt »5 am Tag für Kids« sollen seit August 2002 auch niedersächsische Grundschüler ermutigt werden, sich gesünder zu ernähren.

Besonders wichtig ist der Gesellschaft die Aufklärung der Bevökerung über den Nutzen und die Motivation zur Teilnahme an den jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Der derzeitige Tätigkeitsschwerpunkt zur Förderung der Krebsfrüherkennung liegt in der Herausgabe einer eigenen Broschüre, die auch an Arztpraxen und Apotheken in Niedersachsen verteilt wird. Im Januar 2008 hat die Niedersächsische Krebsgesellschaft den bundesweit ersten »Vorsorgepass zur Früherkennung von Krebs für Frauen und Männer« entwickelt. Darüber hinaus werden zu diesem Thema eigene Ausstellungen in Krankenhäusern durchgeführt. Seit 2001 ist die Niedersächsische Krebsgesellschaft Mitveranstalter bei Krebsinformationstagen an wechselnden Orten in Niedersachsen.

Nachsorge

Im Rahmen der Nachsorge bietet die Niedersächsische Krebsgesellschaft Krebspatienten und ihren Angehörigen eine professionelle psychoonkologische Beratung sowie verschiedene Projekte und Seminare an. Außerdem berät und unterstützt sie Betroffene bei der Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen. Familien mit einem krebskranken Kind können Zuschüsse für die Durchführung gemeinsamer Nachsorgekuren erhalten.

Zudem versteht sich die Niedersächsische Krebsgesellschaft als Kontaktstelle für rund 180 Krebsselbsthilfegruppen und 25 Krebsberatungsstellen. Damit verfügt Niedersachsen über ein gut funktionierendes Nachsorgesystem, das in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll.

Als praktische Hilfe hat die Niedersächsische Krebsgesellschaft einen »Leitfaden - Hilfe bei Krebserkrankungen in Niedersachsen« herausgegeben. Er soll Patienten und Angehörigen helfen, sich mit Menschen in ähnlichen Situationen sowie mit Hilfsorganisationen in Verbindung zu setzen.

Forschung

In der Forschung fördert die Niedersächsische Krebsgesellschaft wichtige Projekte. Viele kleine Forschungserfolge werden letztlich dazu führen, dass die Heilungschancen bei Krebs immer besser werden.

Seit 1989 verleiht die Niedersächsische Krebsgesellschaft jährlich einen Förderpreis, mit dem Projekte und Personen ausgezeichnet werden, die sich in Niedersachsen auf den Gebieten »Neue Wege in der Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Krebskrankheiten« hervorgetan haben.