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  • Die gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen

    Krebsfrüherkennungsprogramme gehören zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Sie umfassen einmal pro Jahr Untersuchungen, die vom Arzt direkt über die Krankenversicherungskarte abgerechnet werden können. Die Früherkennungsuntersuchungen werden durch die Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen festgelegt.

  • Früherkennungsuntersuchungen

    bei Frauen

    Die Maßnahmen zur Früherkennung von Krebserkrankungen des Genitales, der Brust, der Haut, des Rektums und des übrigen Dickdarms bei Frauen umfassen folgende Leistungen:
    (Stand: 19. April 2019)

    Ab dem Alter von 20 Jahren:

    • Einmalige Erfassung der Krankengeschichte (Anamnese)
    • Untersuchung des inneren und äußeren Genitales
    • Abstrichuntersuchung von Gebärmutterhals und -mund

    Ab dem Alter von 30 Jahren zusätzlich:

    • Abtasten der Brust und der benachbarten Lymphknoten
    • Anleitung zur regelmäßigen Selbstabtastung der Brust

    Ab dem Alter von 35 Jahren zusätzlich:

    Ab dem Alter von 50 Jahren bis 69 Jahren zusätzlich:

    Ab dem Alter von 50 Jahren zusätzlich:

    • Test auf okkultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl

    Ab dem Alter von 55 Jahren zusätzlich:

    • Eine Darmspiegelung, die im Abstand von zehn Jahren wiederholt werden kann
      oder alternativ
    • Test auf okkultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl alle zwei Jahre

    Das Mammographie-Screening (Röntgen-Reihenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs) wird in zertifizierten Screening-Stellen oder im Mammobil (mobile Screening-Station) durchgeführt. Frauen der entsprechenden Altersgruppe werden alle zwei Jahre persönlich zu dieser Früherkennungsuntersuchung eingeladen. Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist kostenlos und freiwillig.

  • Früherkennungsuntersuchungen

    bei Männern

    Die Maßnahmen zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Haut, des äußeren Genitales, der Prostata, des Rektums und des übrigen Dickdarms bei Männern umfassen folgende Leistungen:
    (Stand: 19. April 2019)

    Ab dem Alter von 35 Jahren:

    Ab dem Alter von 45 Jahren zusätzlich:

    • Einmalige Erfassung der Krankengeschichte (Anamnese)
    • Abtastung des äußeren Genitales
    • Abtastung der Prostata
    • Untersuchung örtlicher Lymphknoten

    Ab dem Alter von 50 Jahren zusätzlich:

    • Eine Darmspiegelung, die im Abstand von 10 Jahren wiederholt werden kann
      oder alternativ
    • Test auf okkultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl, ab dem Alter von 55 Jahren alle zwei Jahre

    Über die Einführung des PSA-Tests als gesetzliche Früherkennungsuntersuchung wird derzeit diskutiert.